Was ist der Unterschied zwischen Projektöl und Hartwachsöl?
Projektöl schützt als Imprägnieröl von innen und feuert Holzton und Maserung in der Regel stärker an. Hartwachsöl kombiniert Öl und Wachs: Das Öl zieht ins Holz ein, während der Wachsanteil einen feinen Oberflächenfilm bildet. Es betont das Holz dezenter und ergibt ein seidenmattes Finish.
Was ist der Unterschied zwischen Projektöl und HS Profiöl?
Projektöl ist ein Medium-Solid-Öl mit ca. 60 % Festkörperanteil. Auf unbehandeltem Holz werden in der Regel zwei Aufträge empfohlen. HS Profiöl Natur hat 100 % Festkörperanteil und ist darauf ausgelegt, das Holz in der Regel mit einem Auftrag zu sättigen. Projektöl zieht zügig ein und eignet sich besonders für Möbel und komplexe Bauteile; die längere offene Zeit des HS Profiöls erleichtert die Verarbeitung großer Flächen.
Für welche Oberflächen eignet sich Projektöl?
Projektöl eignet sich für neue, unbehandelte oder frisch geschliffene Holzoberflächen im Innenbereich, etwa Möbel, Türen und Treppen. Dank seiner leichten Verarbeitung ist es auch für den seriellen Möbelbau und Bauteile mit starken Fasen oder komplexer Geometrie geeignet. Das Holz muss sauber, trocken und saugfähig sein.
Verändert Projektöl die Farbe des Holzes?
Ja. Farbloses Projektöl feuert das Holz an: Der Farbton wirkt satter und die Maserung tritt stärker hervor. Helles Holz kann einen leichten Honigton annehmen. Die Wirkung hängt von Holzart, Eigenfarbe und Schliff ab. Deshalb einen Probeauftrag auf gleichartig vorbereitetem Holz durchführen und nach dem Trocknen beurteilen.
Welche Farbtöne gibt es?
Neben Farblos sind vier untereinander mischbare Farbtöne erhältlich: Nussbaum, Teak, Wenge und Weiß gekälkt. Sie färben das Holz transparent und lassen die Maserung sichtbar.
Ist die geölte Fläche wasserdicht?
Nein. Die mit Projektöl behandelte Oberfläche bleibt diffusionsoffen. Nach vollständiger Durchhärtung ist sie wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Flüssigkeiten zeitnah aufnehmen und stehende Nässe vermeiden.
Wie bereite ich das Holz vor?
Die Oberfläche muss sauber, trocken und saugfähig sein. Lack, Wachs und andere trennende Rückstände entfernen, das Holz gleichmäßig schleifen und gründlich entstauben. Die zulässige Holzfeuchte beträgt 8–12 %.
Wie trage ich Projektöl auf und muss ich nachpolieren?
Projektöl dünn und gleichmäßig auftragen. Nach 20–30 Minuten überschüssiges Öl abnehmen und auspolieren, bis sich die Oberfläche handtrocken anfühlt. Kräftiges Nachpolieren ist nicht nötig; Ölüberstände dürfen jedoch nicht zurückbleiben.
Wie viele Aufträge sind nötig?
Auf unbehandeltem Holz werden in der Regel zwei Aufträge empfohlen. Für gering beanspruchte Bauteile wie Regale und Kleinteile sowie zur Renovierung intakter, ausreichend saugfähiger Öloberflächen kann ein Auftrag genügen.
Wie ergiebig ist Projektöl?
Ein Liter reicht bei dünnem Auftrag für rund 20 m² je Auftrag. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Holzart, Schliff und Saugfähigkeit ab. Für zwei Aufträge entsprechend mehr Material einplanen.
Warum wirkt die Oberfläche stellenweise glänzend oder klebrig?
Häufig ist dort Öl auf dem Holz stehen geblieben, besonders an wenig saugfähigen Stellen. Überschüsse nach der Einwirkzeit vollständig abnehmen und gleichmäßig auspolieren. Unterschiedliche Saugfähigkeit und ein ungleichmäßiger Schliff können zusätzlich Glanzunterschiede verursachen.
Warum lässt sich Projektöl von der Fläche abreiben?
Projektöl muss in den Untergrund eindringen können. Lack, Wachs, Pflegemittelreste oder ein zu feiner Schliff können die Ölaufnahme behindern. Auch zurückgebliebene Ölüberstände können sich später abreiben. Die Ursache lässt sich nur anhand der Oberfläche und der Verarbeitung beurteilen.
Warum riecht die frisch geölte Fläche?
Projektöl härtet durch die Reaktion mit Luftsauerstoff aus. Während dieser oxidativen Trocknung kann ein typischer Ölgeruch entstehen, der mit fortschreitender Durchhärtung abnimmt. Wie lange er wahrnehmbar bleibt, hängt unter anderem von Holz, Auftragsmenge, Temperatur und Luftzirkulation ab. Überschüssiges Öl vollständig abnehmen und während der Trocknung gut lüften.
Was muss ich bei ölgetränkten Tüchern und Pads beachten?
Sie können sich durch Wärmestau selbst entzünden. Nach Gebrauch vollständig mit Wasser tränken und anschließend im Freien ausgebreitet trocknen lassen. Wärmestau vermeiden.