Leinöl-Firnis

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Leinöl-Firnis

Filmbildendes Imprägnieröl

Leinöl-Firnis ist „New Old School“ – ein fast vergessener ökologischer Anstrich aus reinem Leinöl, neu entdeckt, behutsam weiterentwickelt und lebensmittelkontakt-geprüft.

  • 100 % lösemittelfreier Oberflächenschutz aus reinem, kaltgepresstem Leinöl für innen und außen
  • Dringt tief ins Holz ein und bildet eine widerstandsfähige, wasserabweisende Oberfläche.
  • Atmungsaktiv, leicht zu überarbeiten, schuppt und reißt nicht ab
  • Für Schneidebretter, Stirnholz, Küchenholz und Drechslerarbeiten sowie Möbel, Arbeitsplatten, Türen, Wandverkleidungen, Kinderspielzeug, Balken und Zäune aus Holz – auch für Cottafliesen und Kork geeignet.
  • Wirkt farbvertiefend und verleiht hellen Hölzern einen warmen Honigton
  • Lebensmittelkontakt-geprüft, für Kinderspielzeug geeignet sowie speichel- und schweißecht
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Inhalt

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Produktbeschreibung

Prüfnormen

Anwendung

Sicherheitshinweise

FAQ & Tipps

Downloads

Leinöl-Firnis ist „New Old School“ - ein fast vergessener traditioneller Anstrich, der früher selbstverständlich für hölzerne Flächen und Bauelemente verwendet wurde – innen wie außen.

2015 entdeckten wir die traditionelle Rezeptur wieder, entwickelten sie behutsam weiter und ließen sie auf den Kontakt mit Lebensmitteln prüfen.

Heute ist Leinöl-Firnis für viele Manufakturen und Holzliebhaber eine der ursprünglichsten Arten, Holz natürlich zu schützen: für Schneidebretter, Stirnholz, Küchenholz, Drechslerarbeiten sowie Schalen, Messergriffe, Spielzeuge, Vogel- & Bienenhäuschen, Fenster und Türen.

Hergestellt wird unser Leinöl-Firnis in einem schonenden Verkochungsprozess ausschließlich aus reinem, kaltgepresstem Leinöl. Für eine schnellere und gleichmäßigere Trocknung ergänzen wir die Rezeptur lediglich um eine minimale Menge eines modernen Trockenstoffs.

Weitere Zusätze und Lösemittel bleiben tabu. Mehr noch: Unser Leinöl-Firnis ist LFGB-geprüft und für Holzoberflächen mit Lebensmittelkontakt geeignet.

Nach dem Auftragen geht der Leinöl-Firnis eine dauerhafte Verbindung mit dem Holz ein und erzeugt eine wasserabweisende Firnis-Schicht. Die Anwendung bleibt dabei bewusst einfach: satt mit Baumwolltuch oder Pinsel auftragen, kurz einwirken lassen und überschüssiges Öl abnehmen. Nach ausreichender Trocknung kann der Auftrag mehrfach wiederholt werden. Meist genügen zwei bis drei Anstriche.

Das Holz wirkt lebendiger, wärmer und satter im Ton. Helle Hölzer entwickeln dabei einen natürlichen Honigton.

Nach LFGB lebensmittelkontakt-geprüft
DIN EN 71-3 geprüft (Sicherheit von Kinderspielzeug)
Speichel- und schweißecht nach DIN 53160
Kobalt- und oximfrei
Frei von Formaldehyd, Aromaten, Bioziden und Konservierungsmitteln

Vorbereitung

Holzoberfläche sorgfältig schleifen, Die Fläche muss trocken, sauber sowie frei von Fett, Silikon und Schleifstaub sein. Vor Gebrauch Leinöl-Firnis gründlich aufrühren oder schütteln. Außenholz nicht unter +15 °C sowie nicht bei feuchter Witterung oder direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten.

Verarbeitung

Leinöl-Firnis mit Pinsel oder Baumwolltuch dünn und gleichmäßig auftragen. Nach ca. 30 Minuten überschüssiges Öl mit Baumwoll- oder Ölsaugtuch vollständig abnehmen. Die Oberfläche sollte sich anschließend handtrocken anfühlen und nicht mehr nass glänzen.

Nach 16–24 Stunden kann ein weiterer Auftrag ohne Zwischenschliff erfolgen. In der Regel genügen 2–3 Anstriche, im Außenbereich empfehlen sich 3 Aufträge.

Tipp

Nass glänzende Stellen zeigen überschüssiges Öl an. Diese rechtzeitig abnehmen, da sie sonst verzögert trocknen, klebrig bleiben oder Glanzunterschiede verursachen können.

Verbrauch

2–3 Aufträge
Je nach Saugfähigkeit des Holzes ca. 60–80 g/m² pro Auftrag
(ca. 12–17 m²/l)
Stirnholz kann deutlich mehr Öl aufnehmen.


Trocknung

Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit staubtrocken nach ca. 1–2 Stunden. Weitere Aufträge nach 16–24 Stunden möglich. Vollständig durchgehärtet nach ca. 21 Tagen. Während dieser Zeit schonend behandeln und vor Wasser schützen.

Lagerung

Ungeöffnet im Originalgebinde ca. 36 Monate haltbar.

Arbeitsgeräte reinigen

Mit OLI-NATURA Pinselreiniger oder Ölverdünner reinigen.

Hinweis zur Verarbeitung

Ölgetränkte Lappen, Pads oder Schwämme nach Gebrauch wegen möglicher Selbstentzündung nicht zusammengeknüllt liegen lassen, sondern unter Wasser aufbewahren oder ausgebreitet trocknen lassen.

Das Produkt ist kennzeichnungsfrei. Das Gemisch ist nicht als gefährlich eingestuft im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008.  Es muss nicht mit GHS-Gefahrenpiktogrammen und mit Signalwörtern gekennzeichnet werden und stellt kein Gefahrgut dar.

Sicherheitshinweis:
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

HINWEIS ZUR SELBSTENTZÜNDUNGSGEFAHR:
Mit Öl getränkte Lappen/Pads können sich durch Wärmestau selbst entzünden! Deshalb diese sofort nach Gebrauch reinigen oder unter Wasser aufbewahren.  P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

Kurzbeschreibung Leinöl-Firnis

Der Leinöl-Firnis ist ein natürlicher Holzschutz für innen und außen, der im Wesentlichen aus gekochtem Leinöl mit
minimalem Trocken-Zusatz besteht. Nach dem Aushärten bildet er eine
klare, wasserabweisende Schutzschicht. Diese wird als Firnis bezeichnet;
der Begriff kommt aus dem Französischen von 'Vernis', was 'Lack'
bedeutet.

Was ist der Unterschied zwischen Leinöl und Leinölfirnis?

Leinölfirnis ist im Kern Leinöl mit einem Zusatz von
Trocknungsmittel. Sobald ein Trockenstoff zugegeben wurde, wird aus dem
Leinöl ein Leinölfirnis.

Welcher Trockner wird zugegeben?

Der OLI-NATURA Leinöl-Firnis wird als Sikkativ lediglich 0,4%
Mangan-Trockner der neusten Generation zugegeben. Dieser Trockner ist
blei- und kobaltfrei und dient zur Beschleunigung der Durchhärtung. 

Wie wird Leinöl-Firnis hergestellt?

Zur Gewinnung von Leinöl werden die Samen der Lein-Pflanze (auch
Flachs genannt) kaltgepresst. Im Fall von Lein ist das sehr effizient,
weil die Leinsaat zu rund 90% aus Leinöl besteht. Damit das Öl im Holz
nicht ranzig wird, wird es gereinigt, entschleimt und fein gefiltert. Um
den Aushärtungsvorgang zu forcieren, wird das Leinöl verkocht und mit
einem Beschleuniger (Sikkativ) versetzt. So wird aus dem Leinöl ein
Leinöl-Firnis.

Kann ich Leinöl-Firnis als Speiseöl verwenden?

"Leinöl als Speiseöl" enthält für die gesunde Ernährung noch
wünschenswerte Begleitstoffe. Im Holz können sie jedoch schimmeln oder
ranzig werden. Damit dies nicht passiert, wird unser Leinöl-Firnis fein
gefiltert, entschleimt und minimal mit einem Trockner versehen. Daher
sollten Sie es nicht als Speiseöl verwenden. So wird aus dem Leinöl ein
Leinöl-Firnis.

Ist Leinöl-Firnis giftig?

Nein, Leinöl-Firnis ist im Kern Leinöl mit einem Zusatz von
Trocknungsmittel. Als Anstrichmittel ist es daher nicht giftig. Der
ausgehärtete Leinöl-Firnis entspricht der DIN EN 71-3 (Sicherheit von
Spielzeug) sowie der DIN 53160 (Speichel- und Schweißechtheit) und kann
bedenkenlos auf Holzoberflächen verarbeitet werden, die mit
Lebensmitteln in Kontakt kommen.

 Wie lange trocknet Leinöl-Firnis?

Je nach Luftfeuchte und Temperatur ist die geölte Oberfläche nach 1-2
Stunden staubtrocken und nach 16-24 Stunden trocken und überarbeitbar.
Eine vollständige Durchhärtung ist nach 21 Tagen erreicht. Wie schnell
der Leinöl-Firnis trocknet und durchhärtet hängt im Wesentlichen von
drei Bedingungen ab: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Auftragsstärke. Da
die Aushärtung des Öls durch die Aufnahme von Luftsauerstoff erfolgt,
fördern gutes Lüften sowie hohe Temperaturen die oxidative Reaktion.
Niedrige Luftbewegung, erhöhte Feuchtigkeitsbedingungen sowie niedrige
Temperatur können die Durchhärtung hingegen verlangsamen. Wird zu viel
Leinöl-Firnis aufgetragen und der Überstand nicht abgenommen, kann es
sehr lange dauern, bis die klebrige Oberfläche trocknet und durchhärtet.

Ist das OLI-NATURA Leinöl-Firnis lebensmittelecht ?

Ja, unser Leinöl-Firnis ist für Schneidbretter und Oberfläche geeignet, die mit Lebensmittel in Kontakt kommen. Um
dies zu untersetzen, haben unseren Leinöl-Firnis von einem unabhängigen
deutschen Prüflabor mit »Brief und Siegel« auf »Lebensmittelechtheit«
prüfen und zertifizieren lassen.

Was gilt bei der Verarbeitung zu beachten?

Der Leinöl-Firnis lässt sich leicht mit einem Baumwolltuch oder
Pinsel auftragen. Meistens reichen zwei bis drei Anstriche aus, um die
gewünschte Optik bzw. Holzsättigung zu erreichen. Zu beachten ist
lediglich, dass nach zirka dreißig Minuten überschüssiges Öl, das vom
Holz nicht mehr aufgesaugt wird, noch nass mit einem saugenden,
fusselfreien Baumwolltuch wieder abgenommen wird. Andernfalls bleibt es
als klebriger Film auf der Oberfläche liegen und es kommt zu einer
deutlichen Trocknungsverzögerung.

Wie riecht Leinöl-Firnis?

Das Aushärten eines Leinöl-Firnis lässt
sich auch mit der Nase verfolgen. Der Geruch wir unterschiedlich
beschrieben: Von würzig nach Heu über krautig und dumpf bis leicht
fischig. Der charakteristische Leinöl-Geruch wird besonders während der
Oxidation wahrgenommen und hängt auch von der verwendeten Holzart sowie
der Oberflächengröße ab. Entweder ist es „Liebe auf den ersten Duft“
oder man rümpft die Nase. Doch der Geruch ist völlig unbedenklich und
verschwindet, wenn das Öl ausgehärtet ist.

Kann ich aus Leinölfirnis Halböl machen?

Ja, mit Zugabe von Orangenöl oder Balsamterpentin wird aus
Leinölfirnis ein Halböl. Mischen Sie Leinölfirnis 1:1 mit den Orangenöl
oder Balsamterpentin. Das Lösemittel verbessert die Penetration und
beschleunigt die Trocknung. Dieses Halböl ist ideal zur Grundierung von
Holz und anderen saugenden Untergründen wie Gips, Kork, Zement usw.
Einige Anwender verwenden daher für den ersten Auftrag ein Halböl und
danach erst den puren Leinölfirnis. Ein erwärmter Leinölfirnis trägt
aber auch zur Erhöhung der Eindringfähigkeit des Leinöls bei.

Verändert Leinöl-Firnis die Farbe des Holzes?

Der Leinöl-Firnis ist
nicht pigmentiert. Dennoch werden die Maserung und die Farbe des Holzes
betont (angefeuert). Besonders helle Hölzer bekommen einen warmen
Honigton. Der resultierende Farbton und die Anfeuerung hängen stark vom
Grundton des zu ölenden Holzes ab. Nach dem Aushärten bildet der
Leinöl-Firnis eine transparente, wasserabweisende Schutzschicht.

Besteht bei Leinöl-Firnis die Gefahr der Selbstentzündung?

Ja, ölgetränkte Lappen und Tüchern können sich durch Wärmestau selbst
entzünden. Denn der Leinöl-Firnis härtet natürlich durch die Aufnahme
von Luftsauerstoff aus. Dabei entsteht Wärme, die normalerweise an die
Umgebung abgegeben wird und völlig ungefährlich ist. In ölgetränkten und
zusammengeknüllten Lappen, Tüchern, Pads oder Schwämmen kann die Wärme
jedoch nicht entweichen, sodass sie sich im ungünstigsten Fall selbst
entzünden können. Ölige Tücher oder Lappen sollten Sie daher niemals
achtlos liegen lassen, sondern mit Wasser durchnässt im Freien aufhängen
und trocknen lassen. So behandelt können sie nach dem Trocknen ohne
Gefahr entsorgt werden. Alternativ können ölgetränkte Lappen und
Schwämme auch unter Wasser aufbewahrt oder in einem luftdicht
verschließbaren Gefäß vorübergehend gelagert werden. Das Produkt an sich
ist allerdings nicht selbstentzündlich.

Wie reinige ich die Pinsel?

Zur Reinigung der Pinsel und Arbeitsgeräte nach dem Auftragen
von OLI-NATURA Leinöl-Firnis den OLI-NATURA Ölverdünner oder Reiniger
und Verdünner auf Basis von Testbenzinen (auch Terpentinersatz genannt)
verwenden.

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